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Zu Fuß durch die Gefahr: Die Reise venezolanischer Migranten durch den Dschungel von Darien


Der Darien ist eine Region an der Grenze zwischen Kolumbien und Panama in Mittelamerika. Es handelt sich um ein gebirgiges Dschungelgebiet mit einer Fläche von rund 16.000 km², das als eines der vielfältigsten und ökologisch vielfältigsten Gebiete der Welt gilt.


Die Region Darien ist bekannt für ihre biologische Vielfalt mit einer Vielzahl von Pflanzen- und Tierarten, die nirgendwo sonst auf der Welt zu finden sind. Hier leben auch mehrere indigene Gemeinschaften wie die Emberá und die Wounaan, die seit Jahrhunderten in diesem Gebiet leben und ihre Traditionen, sowie Lebensweisen noch immer pflegen.



Aufgrund seiner strategischen Lage am Isthmus von Panama war der Darien in der Vergangenheit ein Konfliktgebiet. Es war ein Ort des Drogenhandels und des Schmuggels sowie ein Operationsgebiet für bewaffnete Gruppen und Rebellen. Aufgrund ihrer geografischen Abgeschiedenheit ist die Region schwer zugänglich und wurde von Migranten, die nach Nordamerika gelangen wollten, als Migrationsroute genutzt.



In den letzten Jahren hat es jedoch Bemühungen gegeben, die Region Darien zu erhalten und ihre nachhaltige Entwicklung zu fördern. Die Region gilt als ein Ort von globaler ökologischer und kultureller Bedeutung. Es gibt Initiativen zum Schutz der biologischen Vielfalt und zur Förderung des Öko-und gemeindebasierten Tourismus.



Der Darién ist zu einem gefährlichen und schwierigen Ort für venezolanische Migranten geworden, die versuchen, Nordamerika zu erreichen. Die Region ist ein gebirgiges, dschungelartiges Gebiet an der Grenze zwischen Kolumbien und Panama, in dem es keine Straßen oder Brücken zwischen den beiden Ländern gibt. Aus diesem Grund müssen venezolanische Migranten, die nach Panama einreisen wollen, den Darién-Dschungel oft zu Fuß durchqueren, und das unter gefährlichen und extremen Bedingungen.


Der Marsch durch den Darién ist sehr schwierig und riskant. Die Migranten müssen Flüsse, Sümpfe und bergiges Gelände durchqueren, haben keinen Zugang zu Nahrungsmitteln, sauberem Wasser und angemessenen sanitären Einrichtungen und sind zudem Raub, Entführung, Vergewaltigung und Erpressung durch illegale bewaffnete Gruppen ausgesetzt.



Trotz der Risiken haben sich viele venezolanische Migranten für diese Route entschieden, da die Mobilität eingeschränkt ist und die Grenzkontrollen an anderen Stellen entlang der kolumbianisch-panamaischen Grenze verschärft wurden. Darüber hinaus haben einige Menschenschmugglergruppen und Kojoten begonnen, die Darién-Route als Transportweg für Migranten über die Grenze zu nutzen.

Die panamaische Regierung hat in der Stadt La Peñita, nahe der Grenze zu Kolumbien, ein provisorisches Aufnahmesystem eingerichtet, um Migranten, denen die Überquerung des Darién-Dschungels gelingt, medizinisch zu versorgen, zu verpflegen und unterzubringen. Die Situation ist jedoch weiterhin besorgniserregend, da es an Mitteln und Personal fehlt, um alle ankommenden Migranten zu versorgen.

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